top of page

Warum Unternehmen „kinder“ werden müssen – und wie das gelingt. Die Kindness Economy als neue Zukunftsstrategie

  • Autorenbild: Jennifer Karn
    Jennifer Karn
  • 30. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Kindness – ein simples Wort, das so viel bedeutet und doch im Deutschen kaum greifbar ist. Freundlichkeit? Achtsamkeit? Menschlichkeit? Empathie? Verantwortung? All das steckt darin – und noch viel mehr.Doch wie kann aus diesem zarten Begriff eine tragfähige Unternehmensstrategie werden?


Kindness ist kein Kuschelkurs, sondern eine Haltung mit Zukunft

Inspiriert hat mich die Keynote von Zukunftsforscherin Oona Horx Strathern, die die Kindness Economy als Vision einer neuen Wirtschaft – eine, die Menschen, Planeten und Profit (in genau dieser Reihenfolge) miteinander in Einklang bringt, beschreibt.

„Kindness wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil – wenn sie aus echtem inneren Sinn erwächst.“– Oona Horx Strathern

Was das bedeutet? Unternehmen brauchen nicht nur reibungslose Prozesse – sie brauchen Beziehungen, die tragen, und eine Kultur, die verbindet.


Warum ist in Unternehmen oft (noch) so wenig Kindness?

Die Realität zeigt: Viele Führungskräfte handeln im Stress, im Funktionsmodus – nicht aus Verbundenheit zu sich und ihrer Intuition und zu ihren Mitarbeitenden.Das hat systemische Gründe:

  • Druck statt Dialog: Zeit, Zahlen und Zielvorgaben diktieren das Handeln – Menschlichkeit erscheint „ineffizient“.

  • Kultur des Funktionierens: Wer Leistung bringt, wird belohnt – wer innehalten will, stört den „Flow“.

  • Fehlende Vorbilder: Viele wissen schlicht nicht, wie Führung mit Empathie aussehen kann – sie selbst wurden/werden anders geführt.

  • Kindness wird als „weich“ abgewertet: Dabei erfordert sie Mut, Haltung und klare Kommunikation.

Und das deutsche Sprachgefühl erschwert es zusätzlich:Es gibt kein ganzheitliches Wort für „Kindness“ – und damit oft auch keine klare Vorstellung davon, was genau damit gemeint ist. Dabei umfasst Kindness:

Empathie, Klarheit, Verantwortung, Kooperation, psychologische Sicherheit, Nachhaltigkeit, Mitgefühl und Sinn.


Was macht die Kindness Economy konkret aus?

In der Grafik (siehe Foto) zeigen wir die Gegenüberstellung von Wachstumsökonomie und Kindness-Ökonomie.


Kleine Schritte in Richtung Kindness Economy – So geht’s:

1. Fokuszeiten & echte Pausen etablieren

→ Startet mit festen ruhigen Zeitfenstern ohne Meetings – z. B. 10–12 Uhr. Das schafft Raum für Konzentration und Wertschätzung der Zeit anderer.

2. Gespräche mit Tiefe führen

→ Nutzt Elemente der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), um bewusst zuzuhören und zu verstehen – nicht zu antworten.

3. Feedback neu denken

→ Schafft Rituale, in denen Mitarbeitende nicht nur gefragt, sondern auch gehört werden – auch außerhalb von Evaluationen.

4. Teilgabe statt nur Teilhabe

→ Lasst Mitarbeitende mitgestalten: Prozesse, Formate, Arbeitszeiten, Werte. Was sie mittragen dürfen, tragen sie besser.

5. Erfolge gemeinsam feiern

→ Nicht nur das „Was“, sondern das „Wie“ würdigen – z. B. durch Team-Provisionen oder Dankbarkeits-Formate.


Fazit: Kindness beginnt mit kleinen Schritten – und verändert alles

Kindness kann nicht verordnet werden – sie muss verankertgelebt und geschützt werden. Unternehmen, die diesen Weg gehen, gewinnen nicht nur loyalere Mitarbeitende und zufriedenere Kunden – sie werden zukunftsfähig im besten Sinne.

Kindness bedeutet nicht, immer nett zu sein.Sondern klar, ehrlich, zugewandt – und verbunden.


Wie „kind“ ist euer Unternehmen schon – und wie viel Kindness wäre möglich?

Deine Vision: Ein Unternehmen, in dem Menschen gerne arbeiten und wachsen - mit Teamentwicklung, Workshops, Begleitung und ehrlichen Fragen: Wir bei KARN Consulting gestalten mit dir gemeinsam den Weg hin zu deiner individuellen "Kindness-Vision".

Wachstums vs. Kindness Ökonomie
Stapel Bücher

 
 
 

Kommentare


bottom of page